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Rezension zu „Die Sonne so strahlend und schwarz“

Inhalt:
Schon als Nova das erste Mal Akoua trifft, ist sie fasziniert von Akouas Strahlen. In ihr hat Nova ihre erste Liebe gefunden und gemeinsam erleben sie viele weitere erste Male.
Nova ist glücklich, die neue Wohnung fühlt sich endlich wie Zuhause an und sie schließt neue Freundschaften. Sie kann das, was sie, ihre Mutter und ihr Bruder erlebt haben, nach und nach beiseite schieben, aber dann kommt eine gewisse Person zurück und mit ihr der Schmerz…

Meine Bewertung:
Dieses Buch zusammen zu fassen war sehr schwierig, denn eigentlich ist so gut wie alles wichtig, was in diesem Buch passiert, deswegen folgt hier der erste Aufruf, es zu lesen (es werden noch weitere kommen, versprochen.)
Es werden viele aktuelle, wichtige gesellschaftliche Themen angesprochen (z.B. Queersein, Rassismus und noch viele weitere). Dabei belehrt die Autorin nicht, sondern verflicht sie auf geschickte Weise in die Geschichte, sodass man nebenbei sehr viel lernt, ohne das Gefühl, ein Sachbuch zu lesen.
Die Figuren sind alle einzigartig und bunt und vielfältig wie ein Regenbogen (es lebe die Vielflat!). Das hat mir sehr gut gefallen und die Autorin vermeidet Klischees. Fast allen Charakteren wohnt eine bewundernswerte Stärke inne.
Als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich übrigens erst, das wird eine 08/15- Geschichte, vielleicht noch etwas künstlicher Tragik, aber das stimmt halt überhaupt nicht! Der Klappentext spiegelt dieses Buch nur zu einem Bruchteil wieder. Er ist ein 08/15- Klappentext zu einem absolut wundervollen, besonderen Buch, das finde ich etwas doof. Trotzdem lesen, ok?
Novas Hintergrundgeschichte ist sehr ernst und leider, leider so, dass es auch in der Realität passiert. Ich wünschte, es wäre anders.
Nun zu etwas Anderem, der Form und dem Schreibstil: Das Buch ist in Versform verfasst, was mich etwa bei den ersten fünf Seiten irritiert hat, dann war ich aber „drin“. Lasst euch davon also nicht abschrecken!
Durch die vielen Metaphern und wenig vorhandenen Satzzeichen entsteht eine besondere Atmosphäre und jedes Wort gewinnt an Bedeutung. Ich habe dieses Buch viel achtsamer gelesen, musste mich mehr konzentrieren, aber dadurch hatte ich viel mehr (und vor allem länger) etwas von Novas Geschichte. Ich hab manche Sätze zweimal gelesen, einfach, weil sie so toll und wahr sind.
Dass die Liebesgeschichte ein Aspekt der Handlung ist und nicht das Buch für sich vereinnahmt, fand ich richtig gut.

Fazit:
Es ist unmöglich, dieses Buch in seiner Grandiosität darzustellen, deswegen ist diese Rezension auch irgendwie ziemlich kurz dafür, wie genial „Die Sonne so strahlend und schwarz“ ist. Deshalb lege ich allen dieses Buch ans Herz, es bietet viel Stoff zum Nachdenken, aber auch Hoffnung (und einen tollen Sprachrhythmus). Selbstverständlich 10/10 Punkten (der Klappentext ärgert mich wirklich, er wird dem Buch überhaupt nicht gerecht!!)

Autorin: Chantal-Fleur Sandjon
Titel: Die Sonne so strahlend und schwarz
Verlag: Thienemann
Erscheinungsdatum: 27.07.2022
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

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Veröffentlicht von susannabuchbackstube

Huhu, Susanna von der BuchBackStube hier! Ich bin grottenschlecht in Vorstellungstexten, geht deshalb doch einfach auf meinen (und Theas) Blog, da gibt's die interessanten Dinge zu lesen.

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