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Rezension zu #LondonWhisper- Als Zofe ist man selten online

Inhalt:
Zoe ist absolut glücklich mit ihrem Austauschjahr in England, besser gesagt London.
Doch bei einer Party zieht ein Spiegel sie in ihren Bann- als Mondlicht darauf fällt, wacht Zoe plötzlich im Jahr 1816 auf! Plötzlich ist sie die Zofe von Miss Lucie, die extrem schüchtern ist und gesellschaftsfähig gemacht werden soll, da die Ballsaison ansteht.
Keine leichte Aufgabe, doch schlussendlich schafft Zoe es, dass Miss Lucie ihre Angst so weit überwindet, dass sie ihr Balldebüt gibt. Auf dem Ball trifft sie auf Lord Falcon- Smith, ebenfalls Zeitreisender und Franzose. Selbstredend findet Zoe ihn absolut unwiderstehlich. (Verknallen wäre hiermit abgehakt- fehlt nur noch eine geheimnisvolle, weise Person, die Zoe etwas über Spiegel, Mond, Zeitreisen erklärt, und natürlich mysteriöse Gegner.)
Da dies alles vorhanden ist, brauche ich den Inhalt wohl nicht weiter erläutern.

Meine Bewertung:
Als erstes fällt die furchtbar gestelzte, steif klingende Jugendsprache auf. Hier versucht die Autorin Jugendlich zu imitieren und es geht schief. Da hätte sie doch lieber in ihrer Sprache geschrieben, aber so klingt schrecklich unnatürlich.
Das erschwert leider die Identifikation mit Zoe (ebenso wie ihr Kummerkastentante- artiger Instagram- Account bzw. ihr Drang über wichtige Themen recht oberflächlich und mit wenig Inhalt zu sprechen).
Der Gegensatz zwischen Damals und Heute ist sehr reizvoll geschildert, mir gefällt auch sehr gut, dass die Protagonistin Ahnung davon hat, wie die Gesellschaft damals getickt hat. So gibt es recht wenig Fettnäpfchen- Potenzial (und so muss ich mich nicht immer fremdschämen). Zoe ist eine sehr starke Hauptfigur, auch was Emanzipation betrifft, aber trotzdem rutscht das Buch gerne mal in Klischees ab. Juhu, Lord Falcon- Smith ist auch DER eine besondere Typ zwischen hunderttausend anderen! Endlich hab ich ihn gefunden!
Die Liebesgeschichte spielt hauptsächlich in Zoes Kopf und ist meiner Meinung nach an und für sich etwas nervig. Wo gibt es Jugendbücher, in denen sich NIEMAND verliebt? Ich werde Liebesgeschichten gerade sehr überdrüssig.
Aber das ist eher generelle Kritik, hat sich aber gerade angeboten, das mal loszuwerden.
Die Figuren sind alle so toll und Miss Lucie macht so eine großartige Entwicklung!
Die Interaktion zwischen den Charakteren macht sehr viel Spaß zum Lesen und ist teils recht witzig.
Etwas oberflächlich fand ich Zoes Freundinnen in der heutigen Zeit, das kann aber auch daran liegen, dass sie nur kurz am Anfang vorkommen.
Die Atmosphäre in diesem Buch ist wunderbar zum Wohlfühlen, die Autorin schafft es, Magie in dieses Buch zu zaubern. Dafür ist die Spannung nicht so hoch, wie ich es erwartet hatte. Ich will damit nicht ausdrücken, dass es langweilig war, aber ich hätte gerne schon mehr über die Spiegel und diese Verschwörung, oder was auch immer das ist, erfahren.
Und der Schluss ist wirlich sehr abrupt, mitten in einer Szene. Cliffhanger sind ja gut und schön, aber der ist wirklich plump und reißt einen aus der Szene. Normalerweise gibt es Cliffhanger ja mit einer Andeutung, aber hier ist es wirklich so, als würde man mitten im Satz aufhören zu sprechen.
Gut gefallen haben mir aber trotzdem die vielen historischen Details, Dinge, die man nicht unbedingt im Geschichtsunterricht lernt. Das lässt das historische London sehr lebendig werden.

Fazit:
An sich ein schönes Buch und eine tolle Idee, die Sprache verleidet einem leider etwas den Lesegenuss (die alte Sprache hat wohl auf mich abgefärbt- vielleicht ist’s aber auch der Tell, den wir gerade lesen). Ich geb dem Buch mal 8/10 Punkten.

Autorin: Aniela Ley
Verlag: dtv
Titel: #LondonWhisper- Als Zofe ist man selten online
Erscheinungsjahr: 2022
Altersempfehlung: ab 12

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Veröffentlicht von susannabuchbackstube

Huhu, Susanna von der BuchBackStube hier! Ich bin grottenschlecht in Vorstellungstexten, geht deshalb doch einfach auf meinen (und Theas) Blog, da gibt's die interessanten Dinge zu lesen.

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