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Rezension zu „Die Jaguargöttin“

Inhalt:
Seit Generationen lässt sich Kitanas Familie als Gottheit verehren, so wie viele andere Wandler im Königreich Elámon, das mitten im Dschungel von Südamerika liegt. Kitana führt ein sehr sorgloses Leben, doch dank von Gier getriebene Menschen müssen sie und ihre Familie in den Dschungel fliehen, wo ein junger Panther ihnen hilft. Er heißt Ecco und hat bei Kitana eine Lebensschuld. Doch sein Clan steht sowohl Menschen als auch den Göttern misstrauisch gegenüber. Kitana braucht jedoch ihre Hilfe, um Elámon und seine Bewohner, ihre Familie, den Dschungel und die Wandler zu retten.

Meine Bewertung:
Zuerst hört sich alles sehr spannend an, aber ich hab sehr schnell gemerkt, dass diesmal der Spannungsbogen leider flacher ist, als ich es von Katja Branids gewohnt bin. Kitanas Gegner ist aber leider eher blass und gefühlt auch unterlegen. Vieles löst sich von allein und irgendwie sitzt Kitana sehr viel auf ihrem wohlgepflegten Hintern.
Das Setting ist mal etwas anderes als die doch sehr europäisch- mittelalterlich angehauchten Welten sonst. Die Autorin beschreibt alles sehr gut und klar, aber nicht langatmig.
Leider schafft sie es nicht so ganz, ihre Sprache an die Zeit (es soll vor etwa tausend Jahren spielen) anzupassen. Ihre Figuren sprechen so wie die zum Beispiel in „Woodwalkers“. So habe ich mich immer wieder daran erinnern müssen, dass das Buch in der Vergangenheit spielt.
Was mir gut gefallen hat, waren die drei Perspektiven. Inzwischen ist, glaube ich klar, dass Bücher mit vielen Perspektiven immer besser sind als Bücher mit nur einer. Aber bei der Jaguagöttin waren die Wechsel so geschickt angelegt, dass es einen Teil der ein bisschen fehlenden Spannung wieder wett gemacht.
Ein paar Probleme hatte ich auch mit den Göttern. Dadurch, dass sie die Geschichte erzählen, ist es irgendwie komisch, dass Leute sie verehren. Das Geheimnisvolle und Erhabene, was Götter ja normal haben, wurde so völlig zunichte gemacht. Da fand ich den Begriff Götter dann ein wenig zu hoch gegriffen.
Die Figuren an sich waren aber alle sehr gut gezeichnet und besonders. Manche hatten bessere Gründe für ihr Handeln, manche auch gar keine (wenn, dann habe ich sie übersehen). Mit Kitana bin ich irgendwie nicht so richtig warm geworden, der Funke ist leider nicht übergesprungen. Bei Ecco war es etwas besser, aber ich war froh, dass es noch die Perspektive von Yaddi gab. Ihn mochte ich mit Elki am meisten. Viele verhalten sich aber so, als lebten sie in der heutigen Zeit, allein das Setting hat mich immer wieder zurückgeholt.

Fazit:
Die Authentizität war leider nicht so gegeben, wie ich es mir gewünscht hätte, auch konnte die Spannung nicht immer aufrecht erhalten werden. Die Figuren und ihre Dialoge waren allerdings sehr witzig, aber mir hat ein bisschen die Verbindung zu Kitana gefehlt, ich war nicht sie, ich hab ihr zugeschaut. Das Setting ist mal eine Abwechslung und wunderschön beschrieben, der Aufbau war logisch. Trotz meiner Meckerei hatte ich Spaß beim Lesen! 8/10 Punkten.

Autorin: Katja Brandis
Titel: Die Jaguargöttin
Verlag: Arena
Erscheinungsjahr: 2022
Altersempfehlung: ab 12

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Veröffentlicht von susannabuchbackstube

Huhu, Susanna von der BuchBackStube hier! Ich bin grottenschlecht in Vorstellungstexten, geht deshalb doch einfach auf meinen (und Theas) Blog, da gibt's die interessanten Dinge zu lesen.

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