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Gast- Rezension zu „Infiziert“ von Teri Terry

Liebe Leute, dies hier ist, wie der Titel schon verrät, eine wundervolle Gastrezension von Thea, die ebenso in Bücher verliebt ist wie ich. 😉 Und Thea ist sehr begabt im Zeichnen, wie unschwer an dem von ihr gezeichnetem Bild erkennen ist. Ich finde, der Verlag hätte genauso gut sie das Cover zeichnen lassen können…

Inhaltsangabe:

Shay ist geschockt, als sie die 12-jährige Callie auf einer Vermisstenanzeige wiedererkennt. Sie begegnete Callie vor einem Jahr und ist dabei offensichtlich Zeugin von deren Entführung geworden. Zusammen mit Callies Halbbruder Kai macht sie sich auf die Suche. Und stößt dabei auf ein Geheimnis, das die ganze Menschheit zu vernichten droht. Denn Callie wurde aus einem bestimmten Grund entführt: sie wurde als Forschungsobjekt missbraucht. Und der Erreger mit dem das Mädchen infiziert wurde, breitet sich nun in Großbritannien aus.

Bewertung:

Dieses Buch ist dramatisch, sehr kreativ und die Grundidee hat erstaunlich viel mit der Realität zu tun.

Die Handlung ist komplex, aufregend, verständlich und die Grundidee der Pandemie hat fast erschreckende Ähnlichkeit mit unserer heutigen Situation in Coronazeiten. Es gibt eine große Handlung, die in drei kleinere Handlungen aufgeteilt ist (für jede Hauptfigur eine). Zusätzlich tauchen auch noch kleinere Nebenhandlungen auf und jede Hauptfigur hat eine kurze Vorgeschichte. Die Komplexität der Geschichte bemerkt man z. B. daran, dass alle Charaktere scheinbar denselben Vorsatz und demselben Weg folgen, sie in Wahrheit aber verschiedene Ziele haben.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive und im Präsens geschrieben. Es gibt drei Perspektivwechsel, was ziemlich interessant ist. Vor allem deshalb, weil man merkt, wie Callie, Kai und Shay einander sehen und wie sie einander verstehen. Z. B. erscheint aus Callies Perspektive Shays Handeln sehr unlogisch, und wenn man die Szene dann wiederum aus Shays Sicht liest, ist alles völlig logisch und klar. Der Perspektivwechsel ist aber auch am Anfang deswegen ziemlich hilfreich, weil sich alle drei Hauptfiguren an unterschiedlichen Orten befinden und man da nur über die Einzelperson mitbekommt, was bei ihr gerade passiert.

Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich, sowohl äußerlich als auch charakterlich. Shay hat ein fotographisches Gedächtnis und ist eher eine Außenseiterin, Kai ist temperamentvoll und hat eine ausgeprägten Beschützerinstinkt und Callie ist… Naja, Callie ist besonders (ich will nicht spoilern). Außerdem sind alle Charaktere sehr menschlich mit allen Fehlern und Macken und nicht die “perfekten Vorzeigevorbilder”.

Die Sprache ist sehr unkompliziert, relativ flüssig, entspricht der heutigen Zeit und besteht hauptsächlich aus sehr kurzen Haupt- und Nebensätzen ohne Füllwörter (ich sag’s euch, so viele kurze Sätze habt ihr noch nie gesehen!). Gefühle, die Umgebung oder das Aussehen einer Person können dadurch trotzdem gut beschrieben werden. Z.B. wird durch die Kürze der Sätze das Gefühl, das vermittelt werden soll, ziemlich stark rübergebracht. Je kürzer der Satz desto stärker die Emotion. Auch bei der Beschreibung einer Sache oder der Landschaft hat diese Technik gut funktioniert, da die Autorin es mit zwei kurzen Sätzen geschafft hat, ein Bild dieses Objekts in meinem Kopf entstehen zu lassen.

Fazit:
Das Buch hat aus heutiger Sicht extrem viel mit der Realität zu tun (was etwas beängstigend ist), ist sehr wirklichkeitsgetreu geschrieben und die Grundidee ist gut umgesetzt. Das Setting ist kreativ und der Perspektivwechsel hilfreich und trägt zum Verständnis der Geschichte bei. Man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzen und ihr Handeln ist nachvollziehbar, verständlich und sehr gut begründet. Die Sprache ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber man kommt ziemlich schnell damit klar und sie passt perfekt zum Buch. Nur der Cliffhanger am Ende des Buches ist blöd. Obwohl, eigentlich könnte die Geschichte auch so enden… Egal, es gibt auf jeden Fall noch zwei weitere Bände.

Das Cover

Autor: Teri Terry

Titel: Infiziert

Originaltitel: Contagion

Thema: reale Science Fiction

Verlag: Coppenrath

Erscheinungsjahr: 2017

Altersempfehlung: 14-17 Jahre

Seitenzahl: 480

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Veröffentlicht von susannabuchbackstube

Huhu, Susanna von der BuchBackStube hier! Ich bin grottenschlecht in Vorstellungstexten, geht deshalb doch einfach auf meinen (und Theas) Blog, da gibt's die interessanten Dinge zu lesen.

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