Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten

Rezension zu „Selection“ (Band 1-3)

Achtung: Diese Rezension ist unübersichtlich, durcheinander und völlig wirr. Außerdem enthält sie Spoiler für den zweiten und dritten Band.

Inhalt (Band 1):
Das Casting, um eine Frau für den Thronfolgerin von Illeá zu finden, ist für America Singer die Chance ihres Lebens. Sie könnte aus einer niedrigen Kaste an die Spitze der Gesellschaft aufsteigen und ihre Familie aus der Armut befreien.
Doch dazu müsste sie sich gegen 35 andere Mädchen durchsetzen, für einen Prinzen, den sie eigentlich gar nicht begehrt. Und will America dafür auf ihre heimliche Liebe Aspen verzichten?

Meine Bewertung (Band 1):
Eine Freundin hat mir die Bände auf’s Auge gedrückt. Am Anfang war ich skeptisch, denn Zukunftsszenarien mag ich in den meisten Fällen nicht so. Aber das war bei „Selection“ nicht das Problem. Im Gegenteil, bis auf die zwei „zusätzlichen“ Weltkriege und das Kastensystems war alles wie in unserer Gegenwart. Es ist fast sogar märchenhaft, ich hatte nicht dieses technische Gefühl wie bei vielen Dystopien (geht das überhaupt, Technik zu fühlen? Was ich meine, ist, dass die Technik keine große Rolle gespielt hatte und auch nicht irgendwelche neuartigen Technologien und so Zeugs).
Die Hauptfigur, America fand ich sehr sympathisch, sie steht für ihre Ziele ein und verbiegt sich nicht. Ich weiß, ich schreibe das in fast allen Rezis: Sie hatte Ecken und Kanten, auf jeden Fall war sie sehr authentisch. Auch ihre Schwankungen in Sachen Gefühlen (mal für Aspen, mal für den Prinzen) waren, für mich, nachvollziehbar. Ich in ihrer Situation hätte vermutlich das Gleiche getan. (Meine Freundin dagegen war ganz klar auf Maxons Seite, Maxon ist der Prinz, weil für sie Aspen am Anfang eine „unverzeihliche“ Tat begangen hat.) Ich muss auch sagen, dass ich bis zum dritten Band keine Tendenz hatte, wen America jetzt nimmt. Diese Zwickmühle war sehr geschickt.


Die anderen Figuren sind alle sehr lebendig und haben Tiefe (wie sich bei einigen am Ende rausstellen wird, sogar mehr, als ich ihnen zugetraut habe).
Die Sprache ist angenehm, weist aber keine Besonderheiten auf. Manchmal bin ich über komische halbe Sätze gestolpert, die mitten im Satz aufgehört haben. Manche hatten auch kein Subjekt, haben angefangen ohne Punkt zwischen den Sätzen und Groß- und Kleinschreibung. Da war das Lektorat wohl schlampig! Und zwar durchgängig. Bei den anderen Bänden ist mir das auch aufgefallen.
Was ich auch nicht so toll fand, war, dass ein etwas altmodisches Frauenbild vermittelt wird. Zum Beispiel wird seitenlang die Kleider beschrieben, und dass Maxon, der Prinz, darf sich quasi alles erlauben, wie den Mädchen sogar extra noch eingeschärft wird. Außerdem gehören die Mädchen bis zum Ende des Castings dem Staat Illeá. Das ist doch blöd. Niemand kann Eigentum eines Staates sein!

Inhalt (Band 2):
Sechs Mädchen kämpfen noch um Prinz Maxon. America gehört zu ihnen und findet sich in einem Zwiespalt wieder, der sich schon im ersten Band andeutet: Aspen oder Maxon? America muss sich entscheiden (was sie dann aber erst, wenn ich mich recht erinnere, im dritten Band tut). Und was ist das für eine Andeutung von Americas Freundin Marlee? Es kommt zu einem Vorfall, der vieles ändert.

Meine Bewertung (Band 2):
Ich muss gestehen, dass ich die Bücher so hintereinander weg gelesen habe, dass ich nicht mehr genau sagen kann, wann was passiert ist! Deswegen auch die Ähnlichkeit zum Klappentext…
Auf jeden Fall entwickelt sich America im zweiten Band weiter und auch die anderen Figuren durchlaufen eine Entwicklung. Das ist positiv.
Außerdem erfahren wir mehr über Illeá. Wenn mich nicht alles täuscht, kommt es in diesem Band auch zum Aufeinandertreffen mit anderen Ländern.
Da habe ich mich sehr drüber aufgeregt, wie diese und die Bewohner dargestellt werden. Die Autorin hat einfach alle Klischees genommen, zusammengewürfelt und in die Geschichte gesteckt. Erst einmal sage ich, dass das langweilig war und zweitens die Klischees einfach nicht gestimmt haben, die aufgetischt wurden (zumindest bei den Deutschen, bei den Italienern kann ich das nicht beurteilen.)
Ach ja, was ich vergessen habe zu erwähnen: Das Nachwort, was ich sonst eigentlich ziemlich gern lese, fand ich diesmal nicht toll. Mir sind Leute unsympathisch, die von sich aus auf ihre Erfolge hinweisen (zwar ist das hier mit einem Dank verbunden, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der an zweiter Stelle steht). Ich weiß nicht, wie andere das sehen, aber irgendwie hat es mir hier zu sehr auf die Erfolge der Autorin hingewiesen. Tut mir leid, aber wenn ich Autoren nicht mag, von dem, was sie so über sich schreiben, dann hat es auch das Buch bei mir schwer. Von daher war es vielleicht ganz gut, dass ich nicht zuerst das Nachwort gelesen habe, wie ich es sonst gern tue.
Das Casting wird übrigens immer interessanter, aber auch das drumherum. Es gibt schon einen Vorgeschmack auf die Überraschungen, die der dritte Band enthält. Ach ja, die Vorbereitung auf Band Drei wird sehr geschickt durch eine Forderung von America eingefädelt.

Inhalt (Band 3):
America hätte niemals gedacht, in die engste Auswahl von vier Mädchen zu kommen. Doch genau das ist dem König von Illeá ein Dorn im Auge und er setzte America unter Druck. Gleichzeitig setzen die Angriffe der Rebellen den Palast mehr denn je zu. America muss kämpfen, für sich selbst und Illeás Zukunft.

Meine Bewertung (Band 3):
So, weiter im Text, es wird spannend (im Buch, eine Rezi ist selten wirklich spannend im Sinne von Adrenalin- Schub). Denn America entscheidet sich endgültig (meiner Meinung nach hat sie sich richtig entschieden, aber ich war ja sowieso für Maxon und Aspen). Es gibt auf jeden Fall ein großes Drama und ein paar sehr überraschende Entdeckungen (im Hinblick auf – nein, sonst Spoiler ich). Jedenfalls wurde ich, ich sagte es bereits, überrascht. Und zwar positiv.
Stellen wir das Ende an den Anfang und gestalten dieses Rezi wunderbar unübersichtlich: Der Prolog hat mir sehr gefallen, ich war nur verwirrt, weil ich mich erst ans Präsens gewöhnen musste, vorher war’s nämlich im Präteritum.
Die Handlung ist diesmal sehr nervenaufreibend, ich war unglaublich gespannt auf das Ende (was aber nur zum Teil gut war, weil was mit Celeste passiert ist! Ganz doof! Warum? Buch lesen!). Am Ende wurde es ein bisschen kitschig, aber ich musste auch weinen (wenn ich irgendwann mal behauptet habe, dass ich selten bei Büchern weine…ich weiß nicht, wie ich darauf gekommen bin. Bei emotionalen Büchern verdrücke ich schon mal ein oder zwei, vielleicht auch drei oder vier, Tränchen.) Auf jeden Fall war das Ende krass, aber für Leute, die schon ein, zwei Liebesromane gelesen haben, auch ein bisschen vorhersehbar.
Auf jeden Fall endet das Buch sehr drastisch und ist im Gegensatz zum ersten Band ziemlich brutal. Ach ja, was ich vergessen habe zu erwähnen: Beim zweiten Band das Ende (ich glaube, dass betreffende Szene ziemlich weit hinten war) sehr schön und romantisch- ich schau gerade mal nach- ah ja, doch, das mit dem Schutzraum ist am Ende.
Aber egal. Zurück zum dritten Band: Die Handlung ist atemberaubend spannend, ich erfahre viel über Illeá, das Land wird lebendiger vor meinen Augen und ich bekomme viel Hintergrundwissen über seine Geschichte (und über die Rebellen). America ist übrigens immer noch so, wie sie ist, möglicherweise hat sie sich aber schon sehr an das Palastleben gewöhnt (ich kann jetzt nicht sagen, dass sie eine verwöhnte Zicke geworden ist, sie denkt immer noch sehr an ihre eigentliche Kaste, aber sie genießt das Palastleben schon). Manchmal, hmm, vielleicht auch nur einmal, habe ich mich allerdings ein bisschen wegen ihr fremdgeschämt.
Insgesamt finde ich America aber einfach nur cool. Sie ist selbstbewusst, hat ein sehr starkes Gewissen und tut immer, was sie für richtig hält.

Fazit:
Diese Bücher sind wirklich toll, eigentlich wollte ich 9/10 Punkten vergeben, aber wenn ich nochmal drüber nachdenke… es gab schon ein paar minikleine Ärgernisse (die komischen Sätze, was mit Celeste passiert…hab ich eigentlich erwähnt, wer sie ist? Sie ist ein Mädchen, das auch am Casting teilnimmt). Dieses Rezension ist sehr wirr geworden, manche Dinge musste ich nochmal nachgucken (dabei hab ich die Bücher erst vor einer Woche, auf den Tag genau; beendet). Ich glaube, ich vergebe doch 9/10 Punkten. Und jetzt ist meine bisherige Spitzenreiterin in Sachen Länge fertig. Vielen Dank für’s Durchhalten.

Autorin: Kiera Cass
Titel (Band 1): Selection
Titel (Band 2): Selection- Die Elite
Titel (Band 3): Selection- Der Erwählte
Altersempfehlung: ab 14

Band 1, Band 2, Band 3+ Schmuckschuber (so heißt das Ding doch, oder?)

Hier geht’s zur Rezension von Band 4 und Band 5.

Werbung

Veröffentlicht von susannabuchbackstube

Huhu, Susanna von der BuchBackStube hier! Ich bin grottenschlecht in Vorstellungstexten, geht deshalb doch einfach auf meinen (und Theas) Blog, da gibt's die interessanten Dinge zu lesen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s