Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten

Rezension zu „Die Nebel von Skye“

Inhalt:
Wenn Großtante Mathilda die ganze Familie auf die Insel Skye einlädt, müssen alle mit. Auch wenn es mitten im Winter ist. Denn Mathilda ist sehr reich und will ein wenig von ihrem Geld verschenken. Um ihr marodes Haus reparieren zu können, sind Enya und ihre Familie auf das Geld von Tante Mathilda angewiesen. Enya ist auch bald sehr angetan von Dunvegan Castle, wo sie den Urlaub verbringen. Aber Tante Mathilda scheint schon einmal auf Dunvegan Castle gewesen zu sein. Vor fünfzig Jahren, als in der Nacht von Hogmanay magische Dinge passierten, die sich nun wiederholen könnten…

Meine Bewertung:
Den Inhalt zusammenzufassen war erst einmal nicht ganz so leicht, denn er ist sehr vielschichtig. Ich finde, dass der Klappentext sich etwas verwirrend anhört, ich musste ihn mir mehrmals durchlesen und finde auch jetzt noch, dass er nicht eindeutig ist. Die Geschichte und ihr Ziel erschließen sich jedenfalls nicht aus ihm. Das sollte aber kein Grund sein, dieses Buch nicht zu lesen!
Denn zuerst einmal ist das Cover einfach super und passt unglaublich gut zur Geschichte und den Schottischen Highlands (ich würde da sooo gern mal hin!). Es finden sich viele Elemente der Geschichte darin wieder (Enya, Nebel, die Highlands, Diamanten).
Die Handlung ist an manchen Stellen ein bisschen unklar und die Romantasy- Geschichte, als die das Buch ausgegeben ist, findet gefühlt erst ab der Hälfte statt. Enyas Entscheidungen und Meinungen sind zwar sehr wechselhaft, aber gut begründet. Anfangs plätschert die Handlung außerdem ein bisschen vor sich hin, aber nach einer Weile nimmt sie Fahrt auf. Und sie enthält massenhaft überraschende Wendungen!
Die Charaktere sind alle sehr lebendig vor meinen Augen gewesen. Alle hatten ihre eigene Persönlichkeit und Macken und ich konnte mich gut in Enya reinversetzen. Ihre Gefühle sind durchweg präsent, was zum Verständnis der Geschichte beigetragen hat.
Jetzt zur Atmosphäre: Sie ist sehr gut beschrieben, vor meinem inneren Augen ist die Burg und die Landschaft sehr real geworden. Überhaupt, dass das Buch in Schottland spielt war einer der Gründe, mir das Buch zu besorgen! Auch der Anfang, der noch in Deutschland in einer heruntergekommenen Villa stattfindet, war sehr atmosphärisch und ich hätte Enyas Zuhause am liebsten einen Besuch abgestattet. Bei Schottland und der Isle of Skye geht das sogar.
Auch die in die Geschichte eingeflochtenen Legenden (einige gehören sogar zur Handlung) haben mir gefallen (ich finde sowas total spannend, aber oft auch gruselig).
Das Cover lässt außerdem Fantasy vermuten, die in Richtung High Fantasy geht, es war aber eher ein Mix aus Mystery und Romantasy und Schottland und alter Burg. Blut fließt auch keins (dafür Falter. Die Geister können nicht fliegen und sind in einem Turm eingesperrt, zumindest eins.)
Ach ja, die Sprache, die hab ich ganz vergessen. Sie ist angenehm zu lesen, aber sonst nicht erwähnenswert. Es gibt eigentlich keine sprachlichen Besonderheiten, mir ist jedenfalls nichts aufgefallen.

Fazit:
Allein wegen des Covers würde ich mir das Buch kaufen (wenn ich es nicht schon getan hätte 😉). Die Handlung an sich ist manchmal etwas wirr, aber der Rest ist absolut „magisch“. (Ja, ja, ich entschuldige mich doch schon für das Wortspiel. Ich wollte halt mal was anderes verwenden als toll, super, großartig, usw.)
Mich hat das Buch in seinen Bann gezogen, und zwar so sehr, dass ich mal nicht an meinen Schnakenstichen herumgekratzt habe. Ich vergebe 8/10 Punkten.
Für alle, die Mythen, Schauriges, Schottland, Burgen und Verliebtheit in Büchern mögen. Und für alle anderen auch.

Autorin: Katharina Herzog
Titel: Die Nebel von Skye
Erscheinungsjahr: 2020
Verlag: Loewe
Altersempfehlung: 13- 16 Jahre
meine Altersempfehlung: ab 11. Dieses „bis 16 Jahre“ ist vollkommen überflüssig, Altersbegrenzungen nach oben sind doch blöd, Erwachsene dürfen schließlich auch Kinderbücher lesen, wenn es ihnen gefällt.

Werbung

Veröffentlicht von susannabuchbackstube

Huhu, Susanna von der BuchBackStube hier! Ich bin grottenschlecht in Vorstellungstexten, geht deshalb doch einfach auf meinen (und Theas) Blog, da gibt's die interessanten Dinge zu lesen.

2 Kommentare zu „Rezension zu „Die Nebel von Skye“

  1. Hallo Susanna,
    ich hab das Buch auch gelesen und gut gefunden. Ich geb dir voll recht, dass es eigentlich mehr Mystery als Romantasy ist. Es ist einfach eine gemütliche Gruselgeschichte. Und du sprichst mir aus der Seele mit deinem letzten Kommentar zur Altersangabe. Ich finde es okay, aus Jugendschutzgründen zu schreiben, ab wann ein Buch empfehlenswert ist. Aber doch nicht, BIS WANN. Das ist, als würde man auf Spiele schreiben: „Nur bis 30 Jahre“. Was man gerne liest, sollte man als Leser doch selbst entscheiden dürfen.
    LG, Tala

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s